Kenne deine Rechte

15 Jahre „Kenne deine Rechte“: Ehrenamtliche Jungjournalist:innen im Einsatz für die Menschenrechte


Junge Menschen selbst zu Wort kommen lassen – dieses Leitmotiv prägt Kenne deine Rechte seit jeher. Bereits seit Herbst 2010 gibt Kenne deine Rechte, das Jugendprojekt des Grazer Menschenrechtsbeirats, jungen Menschen die Möglichkeit, sich auf www.kennedeinerechte.at multimedial mit menschenrechtlich und gesellschaftspolitisch relevanten Themen auseinanderzusetzen. Vergangene Woche wurde nun der 15. Jubiläumsjahrgang feierlich abgeschlossen: Mit „blindem“ Kuchenessen bei einem Sensibilisierungsworkshop zu Sehbehinderung und Blindheit am Odilien-Institut.

Die feierliche Zertifikatsübergabe zum Abschluss des 15. Projektjahres von Kenne deine Rechte wurde von der Vorsitzenden des Grazer Menschenrechtsbeirats Elke Lujansky-Lammer und ihrer Stellvertreterin Anna Majcan übernommen. Als Vertreterin von Bürgermeisterin Elke Kahr war auch Gemeinderätin Mina Naghibi anwesend, die den ehrenamtlichen jungen Menschenrechtsjournalist:innen herzlich zum erfolgreichen Projektjahr gratuliert hat. Projektleiterin Alexandra Stocker von der Geschäftsstelle am ETC Graz betonte: „Die Jugendlichen sind nicht nur Teilnehmende, sondern selbst Menschenrechtsbildner:innen. Sie übernehmen Verantwortung und zeigen, dass Engagement im Kleinen große Wirkung entfalten kann.“

Sensibilisierungstraining am Odilien-Institut
Gleich danach startete der Praxisworkshop am Odilien-Institut: Neben der Vorstellung der Aufgabenbereiche der Einrichtung stand vor Allem die Sensibilisierung für die Lebensrealitäten von blinden und sehbehinderten Menschen im Vordergrund. Zunächst wurde mit verschiedenen Brillen getestet, wie sich verschiedene Sehbeeinträchtigungen auf das eigene Sehvermögen auswirken. Später wurde mit Augenbinden in Zweier-Teams erprobt, wie eine gute Blindenführung gelingt. Besonders spannend wurde es dann beim „blinden“ Kuchenessen und anschließenden Geschirrspüler-einräumen. Auch die Präsentation des Blindenfußballs brachte mit Ihrer Vorführung so einige zum Schmunzeln.

Ernst wurde es dann wieder, als die Workshopleiterin berichtete, dass es für das Odilien-Institut zunehmend schwieriger wird, Personen zu gewinnen, die nach einer speziellen Ausbildung, blinde und sehbehinderte Menschen auf ihrem Weg zu einem selbstständigen Leben unterstützen. Zu nennen ist hier das Training der Lebenspraktischen Fertigkeiten (LPF) für alle Alltagsbereiche wie Essfertigkeiten, Haushaltsführung, persönliche Pflege sowie der Umgang mit Hilfsmitteln sowie das Orientierungs- und Mobilitätstraining (O&M) zur Erlernung von Techniken wie den Einsatz des Langstocks, den Aufbau von Umweltmustern und die sichere Nutzung von Verkehrsmitteln. Die Weiterbildungs- und Beratungsangebote des Odilien-Instituts sind auf deren Webseite verfügbar.


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