Kenne Deine Rechte

Ist Zivilcourage Pflicht?


Zuerst mal eine Definition:

Zivilcourage bedeutet übersetzt „bürgerlicher Mut“. Gemeint ist damit der Mut, in Situationen einzugreifen, von denen man eigentlich gar nicht betroffen ist. Zum Beispiel Leuten zu helfen, die man gar nicht kennt.

Dies kann mit Gefahren für einen selbst verbunden sein, jedoch auch gänzlich risikofrei.

Zum Beispiel wenn man einer blinden Frau über die Straße hilft muss man nicht wirklich mit negativen Konsequenzen rechnen. Etwas anderes ist es, sich in eine Schlägerei oder tätliche Übergriffe einzumischen, besonders wenn es sich um mehrere Angreifer handelt.

Also wie jetzt?

Es gibt kein Gesetz, das dezidiert verlangt, dass geholfen werden muss, jedoch droht in schweren Fällen eine Unterlassungsklage. Neben diesem Rechtsmittel gibt es natürlich auch die moralische Pflicht, die keineswegs zu unterschätzen ist.

Angenommen du beobachtest einen Unfall und leistest keine Erste Hilfe, obwohl sonst niemand zu sehen ist. Am nächsten Tag liest du in der Zeitung, dass dabei jemand gestorben ist, dem durch rasches Handeln geholfen hätte werden können. Könntest du damit leben?

Man kann immer etwas tun!

Viele versuchen beim Wegschauen ihr Gewissen damit zu beruhigen, dass man sowieso nichts tun kann, weil man sich bei erster Hilfe nicht auskennt oder selbst verletzt werden könnte.

DAS GILT NICHT!

Man kann Hilfe holen, laut schreien, andere Leute auf das Geschehen aufmerksam machen, die Polizei oder Rettung rufen…
Besonders verzwickt ist die Lage, wenn man die Beteiligten kennt. Ein guter Freund von dir lässt oft rassistische Beschimpfungen los? Sag was!

Dein Nachbar wird regelmäßig handgreiflich gegenüber seiner Frau? Läute an und stell ihn zur Rede!
Denn grundsätzlich gilt: Das Schlimmste was du tun kannst, ist NICHTS!

 

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