Kenne Deine Rechte

Wir. Still. Jetzt. Aus. Ende.


Wir sind nun in der Weihnachtszeit, der stillen Zeit, wie sehr lieben
Wir doch diese stille Zeit.
Wir entfernen uns von Problemen, die dennoch existieren,
Wir haben plötzlich Angst vor Diskussionen und sagen stattdessen, dass
Wir Streit im Advent vermeiden möchten.

Stille Zeit, friedvolle Zeit – ein Paradoxon, das jetzt
Still und unbemerkt zu aufgestauten Problemen führt, die bald nicht mehr
Still bleiben können. Davon bekommst du aber in deiner
Stille nichts mit, du haltest dir die Ohren zu; ganz schön angenehm in deiner
Stille, ganz schön gemütlich.

Jetzt kommen wieder die minutenlangen Werbungen,
Jetzt spielt die Familienintaktheit nur dann eine Rolle, wenn
Jetzt der Konsum durch berührende Bilder auf den Bildschirmen steigt;
Jetzt noch leben wir in einer Pseudo-Ideal-Vorstellung, die
Jetzt in der Sekunde funktioniert, weil der Sinn dahinter das ganze Jahr ignoriert wird.

Aus Hilfe für Armut wird jetzt Mitleid,
Aus dem wir nichts schöpfen als den eigenen Vorteil, sich
Auszugeben als barmherziger und gütiger Mensch, der sich
Aus gesellschaftlichen Gründen dazu zwingt, einmal im Jahr
Aus eigener Tasche einen Bruchteil zu spenden.

Ende der Konkurrenz, die jetzt lebt,
Ende der Armut, ohne Selbstdarstellung, sondern mit nachhaltiger Zukunft, be-
Enden wir die Rollenbilder, die so fest in uns stecken und fordern wir ein
Ende an Ungleichheit, an Intoleranz, an Diskriminierung,
-alles, was der Vielfalt der Gesellschaft ansonsten
Ende bedeutet.


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